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Die so
genannte minimal-invasive Chirurgie (MIC) ist eine relativ junge Technik in der Chirurgie.
Erst die Entwicklung moderner Videotechnik ermöglichte den Blick ins
Innere des Körpers ohne große Schnitte.
Die ersten allgemeinchirurgischen MIC-Eingriffe waren
Gallenblasenoperationen.
Operationen an der
Gallenblase auch
Leistenbruchoperationen,
Blinddarmoperationen, Magenoperationen,
Darmoperationen, Verwachsungslösungen,
Milzoperationen und auch
Schilddrüsenoperationen
sind
endoskopisch durchführbar.
Die Vorteile der minimal-invasiven
Chirurgie sind:
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kleine
Schnitte verursachen kleine Narben. Bei den
meisten Operationen kommt man mit Schnitten zwischen 3 und 10 mm
Länge aus.
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geringerer
Blutverlust. Bereits die nur
geringfügige Verletzung durch den kleinen Schnitt führt zu
wesentlich geringeren Blutverlusten. Oftmals sind durch die
Videotechnik kleine Strukturen besser sichtbar, so dass die
minimal-invasive oder endoskopische Chirurgie eine exaktere
Präparationen ermöglicht. Der Einsatz von Blutkonserven ist auch in der
offenen Chirurgie in unserer Klinik durch moderne Techniken wie die Präparation mit
Ultraschallskalpell ohnehin zur seltenen Ausnahme geworden.
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geringere Schmerzen. Die
kleinen Schnitte sind wesentlich weniger schmerzhaft als große
Schnitte. Bei vielen offenen Operationen, die auch minimal-invasiv
möglich sind (zum Beispiel Leistenbruch oder Gallenblasenoperation)
sind die Schmerzen, die durch das Zugangstrauma entstehen größer als
die Schmerzen durch die eigentliche Operation.
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schnellere Genesung. Kleinere
Wunden, geringere Schmerzen und geringerer Blutverlust führen zu
geringeren Problemen nach der Operation. Dadurch, dass Patienten
sofort aufstehen und essen und trinken wollen, dürfen und können ist
beispielsweise das Risiko von operationsspezifischen Komplikationen
wie Lungenentzündungen oder Thrombosen verschwindend gering. Gerade
adipöse, alte und sehr kranke Menschen können nach sorgfältiger
Auswahl der Operationstechnik profitieren.
Nicht alle Operationen
können in minimal-invasiver Technik durchgeführt werden. Bei jedem
Eingriff erfolgt eine sorgfältige fachärztliche Abwägung über das
beste Verfahren. Wenn viele Verwachsungen im Bauchraum bestehen oder eine
Tumoroperation ansteht, wird die offene Präparation bevorzugt. Die
Sicherheit des Patienten hat immer Vorrang.

Kai Witzel mit dem ehemaligen
polnischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa nach der
gemeinsamen Eröffnung des Europäischen Chirurgenkongresses 2004. |

Verwachsungen in der Bauchhöhle vor endoskopischer Lösung
Die Kamera bei einer Bauchspiegelung

Durch die kleinen Einschnitte werden alle Instrumente
und die Kamera eingeführt. Die Bauchhöhle wird mit CO²-Gas gefüllt, um
eine gute Übersicht zu erreichen .

Eine 0,3 cm große Wunde am Hals,
einen Tag nach
Schilddrüsenoperation. Auch hier werden die Vorteile der MIC deutlich.
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